| Drastische
Gebührenerhöhung
(Aufruf zum Protest)
Die Gebühren zur Nutzung des 35 MHz- Bandes wurden drastisch
erhöht. Von 60.- DM auf 130.- € ist ein Sprung, der absolut nicht
erklärlich ist. Der Deutsche Modellfliegerverband hat sich in einem
Protestschreiben an das zuständige Ministerium gewandt, um die
Angelegenheit für die Modellflieger in Deutschland zu regeln.
Schließen sie sich bitte diesem Protest an und senden Sie
untenstehende Muster- Protestschreiben an das Ministerium. Natürlich
können sie gerne ihre persönlichen Argumente hinzufügen.
Das Verbandsjustiziariat hat angeregt, ein Musterverfahren zu
führen. Die Gebührengerechtigkeit erfordert es, dass der Staat mit den
Gebühren keine Gewinne macht, sondern ausschließlich die mit seiner
Tätigkeit verbundenen Kosten deckt. Es kann nicht sein, dass die
einmalige Erteilung der Erlaubnis zur Nutzung einer Frequenz mit einem
so hohen Arbeitsaufwand betrieben wird, dass derartige Kosten
anstehen.
Legen sie deshalb gegen ihren Gebührenbescheid Widerspruch ein,
verweisen sie auf das Musterverfahren des Deutschen
Modellfliegerverbandes beziehungsweise von Rechtsanwalt. A. Kreuzberg.
Zahlen Sie unter Vorbehalt.
Auf dem Überweisungsträger sollte dann stehen:
Ich zahle unter dem Vorbehalt des Ausgangs
des Musterprozesses von RA Kreutzberg, der für den Deutschen
Modellfliegerverband oder für ein Mitglied den Musterprozess gegen die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post führt.
Ihr Schreiben an die RegTP könnte folgendermaßen lauten:
Sehr geehrte Damen und Herren, in meiner
Angelegenheit lege ich gegen ihre Gebührenforderung, - die Nutzung des
35- MHz- Bandes betreffend- Widerspruch ein. Gleichzeitig zahle ich
unter dem Vorbehalt der Rückforderung und der rechtlichen Überprüfung,
wobei ich darum bitten möchte, das von Herrn Rechtsanwalt A.
Kreutzberg, Markt 5, 53604 Bad Honnef, angestrebte Musterverfahren für
Modellflieger abzuwarten.
Weiterhin sollten alle DMFV- Mitglieder u. Modellflieger ein
Protestschreiben richten an das
Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie, Villemombler Straße 76, 53111 Bonn
Betr.: 4 Verordnung zur Änderung der
Frequenzzuteilungsverordnung vom 18.12.2002
Sehr geehrter Herr Minister, ich protestiere
gegen Ihre drastische Gebührenerhöhung. Für jeden Modellflugsportler
muss die Nutzung des 35 MHz- Bandes noch bezahlbar bleiben. Jetzt die
Gebühren von vormals 60.- DM auf nunmehr 130.-€ anzuheben ist
skandalös. Die Anschaffungskosten für eine Einsteiger-
Fernsteuerungsanlage liegen unter der Gebühr zur Nutzung des
Frequenzbandes. Dadurch werden viele Jugendliche daran gehindert, den
sicheren Modellflugbetrieb auf diesem Frequenzband durchzuführen. Sie
schaden durch diese Gebührenordnung dem gemeinnützigen
Modellflugsport. Die Erhebung dieser Gebühren verstößt gegen den
Grundsatz der Gebührengerechtigkeit und gegen europäisches Recht. Was
sollen wir von Europa halten, wenn die zuständigen Politiker und der
Gesetzgeber sich nicht darum kümmert. Wenn jetzt schon europäische
Richtlinien vorsehen, dass die Nutzung des Frequenzbandes gebührenfrei
ist, so steht es sehr schlecht um uns, wenn jetzt kurz vor
"Toresschluss" eine Gebührenerhöhung erfolgt. Mit allen Modellfliegern
fordere ich Sie persönlich auf und bitte Sie im Interesse unserer
Jugend und unseres Sports, die Gebührenerhöhung wieder rückgängig zu
machen und auf Null zu setzen. Machen Sie die Nutzung dieses
Frequenzbandes für die Modellflieger frei. Man erspart sich viel
Bürokratie und Kosten. Ich darf höflichst um Eingangsbestätigung und
um Nachricht bitten (MFG)
Und des Weiteren: Lassen sie sich bitte beim DMFV
in die Liste der Widerspruchsführer eintragen, damit sie zur gegebenen
Zeit benachrichtigt werden können. Der DMFV wird sie weiter auf dem
laufenden halten (Anschrift DMFV e.V., Rochusstraße 104-106, 53123
Bonn- Duisdorf) |